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aufgelesen

"...Es ist ja oft so, daß Menschen, die ihre Arbeit ernst nehmen, über saublöde Witze lachen; es ist, als litten sie an Humorunterversorgung und infolgedessen an vorzeitigem Lacherguß. ..."


[Nick Hornby; High Fidelity]

herrmirko

Haider verrückt

die Ortstafel
von Bleiberg


[Wiener Zeitung Nr. 011]


DER KUMMER MEINES VATERS
Anthony de Mello erzählt die Geschichte von dem Rabbiner Abraham, der ein mustergültiges Leben geführt hatte. Als er starb, kam er gerade wegs ins Paradies, und die Engel hießen ihn mit Lobeshymnen willkommen. Trotzdem blieb Abraham abwesend und besorgt, lie߈ den Kopf hängen und verweigerte sich jedem Trost. Schließlich wurde er vor den Allmächtigen geführt und vernahm eine Stimme, die ihn unendlich zärtlich fragte: „Mein geliebter Diener, was trägst du Bitteres in deinem Herzen?“
„Ich bin der Ehrungen nicht würdig, die mir zuteil werden“, antwortete der Rabbiner. „Man sah in mir zwar ein Beispiel für mein Volk, doch muss ich etwas Grundfalsches getan haben. Mein einziger Sohn, dem ich die besten Lehren gab, ist Christ geworden.“
„Gräme dich nicht deswegen“, sagte die Stimme des Allmächtigen. „Auch ich hatte einen einzigen Sohn, und er tat das Gleiche wie deiner!“


Macht die Freizeit lesenswert. Gott sei Dank.

dem Untergeher und den Hirschkäfern:

"Mit ganz kleinen Einfällen auf die ganz große Wirkung abzielen und die Menschheit betrügen, sagte er, dachte ich. Im Grunde bin ich nichts anderes, als einer dieser gemeingefährlichen Aphoristiker, die sich mit ihrer grenzenlosen Skrupellosigkeit und mit ihrer heillosen Frechheit unter die Philosophen mischen wie die Hirschkäfer unter die Hirsche, sagte er, dachte ich."

Wenn man drauf kommt, dass man frühestens mit Ablauf des vierten Juli die Hoheit über die Fernbedienung wiedererlangen wird, wir nicht wir sind, obwohl wir Rot-Weiß-Rot sind, nicht nur die gleichfarbige Fahne haben sondern auch schwenken und einen qualitativ ähnlich hochwertigen Schweinskick draufhaben, und auch die Wetterfee viel, aber nichts Gutes verspricht, ja dann ist es Zeit. Sich wieder mal eine kleine Bewusstseinserweiterung zu gönnen und sich dem Rausche hinzugeben, die Bücherei um die Ecke zu stürmen, sich sein Reader's High zu holen und Unwissende darüber im Unklaren zu lassen, warum man sich den kleinen großen Bruder vom Runner's auch dann holen kann, wenn man nicht auf dem Laufenden bleibt.

Es läuft: Jesus von Texas. Der andere.

Dieser Brief wird dein Leben verändern – und noch hast du es in der Hand, ob positiv oder negativ.
Seine Botschaft ist einfach:
Benita muss Präsidentin werden, denn sie ist die Erste, die mit 101 Staatschefs wie eine Löwin gegen die Sprache kämpft.
Wenn du nun diesen Brief gleich morgen an zehn deiner Freunde weiterschickst, wirst du so unfassbar reich werden, dass selbst deine 101 Lebensjahre, die du im Übrigen glücklich lächelnd auf der Playmate des Monats oder unter dem Coke-Light-Mann beenden wirst, nicht ausreichen werden, um alles auszugeben.

Schickst du ihn aber nicht weiter, könnte es dir zum Beispiel so ergehen wie Trude Kuckhöher aus St. Jakob am Blasenstein: Sie warf diesen Brief weg und wurde am nächsten Tag in ihrem Garten von einer Kuh erschlagen, die ein an Selbstüberschätzung leidender Lämmergeier im Vorbeifliegen fallen gelassen hatte.

Oder Fritz Pschister aus Großklein: Auch er ignorierte das nationale Anliegen. Am darauf folgenden Wochenende verschoss er beim Lokalderby der Reserven gegen Kleinklein nicht weniger als sechs Elfmeter und wurde von der wütenden Menge in einer Senkgrube ertränkt.

Besonders tragisch schließlich der Fall von Aloisia Frad aus Obergurgl: Sie erwachte eines Morgens und war plötzlich bei der Wiener Gebietskrankenkasse versichert.
Die Entscheidung liegt bei dir. Dass sie eine weise sein möge, hofft dein
Rainer Nikowitz

dein christerl

[Wer zur Quelle will, muss in den Strom greifen. Oder so.]

...erklärt uns heute, sicherlich nicht ganz von ungefähr am Rosenmontag, warum manche Kinder nicht aufs Klo wollen.

So weit, so gut.

Alles sehr, sehr...äh interessant, was wir dort von Verhaltensbiologin Gabriele Haug-Schnabel erfahren dürfen. Zum Beispiel dieses:

"Der Kindergarten hat gegenüber der Situation in der Familie den Vorteil, dass hier die Kinder von Gleichaltrigen lernen können."


Auch so weit, so gut. Doch wer hätte gedacht, dass es ohne Anwesenheit der Kindergärtner (nämlich der am stillen Örtchen) doch nicht ganz geht?


"Nicht als Kontrollierer, sondern als Kanalisierer."


Ich nicht, meine pädagogischen Kanalisierer und -innen, ich nicht!

mit Frauen, weil sie mit ihnen schlafen wollen.
Frauen schlafen mit Männern, weil sie mit ihnen reden wollen.


Jürg Willi. Psycho
analytiker.

...ist das.

Obwohl: Diese Selbst-Kritiker (und ein wengerl Selbstkritik hat auch noch keinem geschadet...) haben's wenigstens vorher gelesen. Na ja. Die meisten jedenfalls.

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