aufgeschrieben
Früher, da war ich faul. Heute bin ich es natürlich auch noch. Aber es soll ja Menschen geben, die sind es heute nicht mehr. Obwohl sie es früher mal wieder waren. Oder umgekehrt. Meine Faulheit hat hingegen etwas Stetiges. Etwas, worauf man sich verlassen kann. Sie ist immer bei mir. Auch wenn sie manchmal den Anschein erweckt, dass sie gerade ruht. Aber Ruhen und Faulsein widerspricht sich ja nicht. Nicht wirklich. Wobei ich bemerken muss, dass sie früher ausgeprägter war, meine Faulheit. Da war ich nämlich nicht nur bloß faul, sondern stinkfaul. Natürlich hat sie nie wirklich gestunken, meine Faulheit. Also im eigentlichen Sinn. Das hatte mehr mit dem Tisch zu tun, unter den ich meine Beine streckte. Und meine Füße. Die übrigens auch nicht wirklich stinken. Und auch früher nicht gestunken haben. Zumindest nicht wirklich. Eigentlich hatte es auch weniger mit dem Tisch zu tun, sondern mit seinem Eigentümer. Der faulen Beineunterdentischstreckern halt gern das Zusatzprädikat 'stink' verliehen hat. Und es auch heute noch tut. Aber egal. Heute hab ich meinen eigenen Tisch. Und bin nur mehr faul. Ohne 'stink'. Und ich muss sagen, es gefällt mir. Immer besser. Weil es mir ein sehr ökonomisch-rationelles Leben ermöglicht. Dieses Faulsein. Schließlich zwingt es mich, die nicht durch Faulsein verbrachte Zeit sehr wirtschaftlich zu nützen. Und die anderen anstehenden Dinge, mit welchen man halt nunmal konfrontiert wird, in solch einem Menschenleben, in einem Mindestmaß an Zeit, mit einem minimalen Kräfteaufwand unter Zielsetzung eines maximalen Ergebnisses zu erledigen. Um dann, völlig erledigt, dem Faulsein zu frönen. Ja. Das macht Sinn.
Vielleicht sollte ich aber das lieber mit meinem Therapeuten besprechen. Und vielleicht sollte ich mir endlich einen suchen. Einen, der diese Dinge in einem Mindestmaß an Zeit, mit einem minimalen Kräfteaufwand unter Zielsetzung eines maximalen Ergebnisses erledigt. Für mich. Aber ohne mich. Denn ich hab schließlich keine Zeit, um mich um alles zu kümmern.
Vielleicht sollte ich aber das lieber mit meinem Therapeuten besprechen. Und vielleicht sollte ich mir endlich einen suchen. Einen, der diese Dinge in einem Mindestmaß an Zeit, mit einem minimalen Kräfteaufwand unter Zielsetzung eines maximalen Ergebnisses erledigt. Für mich. Aber ohne mich. Denn ich hab schließlich keine Zeit, um mich um alles zu kümmern.
christerl - am Mittwoch, 13. Oktober 2004, 18:45 - Rubrik: aufgeschrieben
C: "Du, A., jetzt sag mal: Was gefällt dir im Tiergarten am besten?"
A. (bald drei Jahre alt; überlegt)
C: "Die Elefanten? Die Löwen? Die Pinguine...?"
A. (überlegt noch immer; stirnrunzelnd)
C: (nachhelfend)"Die Affen, die Bären...?"
A: (bestimmt): "Ich!"
A. (bald drei Jahre alt; überlegt)
C: "Die Elefanten? Die Löwen? Die Pinguine...?"
A. (überlegt noch immer; stirnrunzelnd)
C: (nachhelfend)"Die Affen, die Bären...?"
A: (bestimmt): "Ich!"
christerl - am Montag, 19. Juli 2004, 12:24 - Rubrik: aufgeschrieben
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Kleine Kinder haben uns Großen Kindern manchmal einiges voraus. Vor allem, wenn es um die Problemerkennung und vor allem -bekämpfung geht, erweist sich so mancher Knirps als ziemlich gewifft.
Meine Nichte zum Beispiel. Die hat zwar noch keine Probleme, dafür aber ein neues Hobby. Wobei es die 2jährige selbstverständlich noch nicht als notwendig empfindet, ihr neues Lieblingsspiel alibihalber als solches zu bezeichnen.
Jedenfalls tut sie derzeit nichts lieber als Klogehen. Und in diesem Alter darf sie sogar noch ganz ohne Genierer was "tun". Oder auch eben nicht. Wobei es halt aufgrund der äußerst ausgereizten Spielfrequenz beim "Gehen" bleibt und nicht beim "Tun".
Bei mir wollte sie es heute auch tun, die kleine A.
"Tante Chisti, ich muss lulu. Gemma!"
Das Schöne, um diesen wesentlichen Aspekt dieses netten Zeitvertreibs nicht unter den Tisch fallen zu lassen, an diesem Spiel ist nämlich dessen Gesellschaftstauglichkeit. Und fast könnte man auch von einem Gesellschaftsspiel sprechen. So wie zum Beispiel "Mensch ärgere dich nicht." Aber halt nur fast.
Jedenfalls bin ich, wenn's ums Spielen geht, immer mit dabei. Nicht nur für die kleinen Sachen, nein, auch für die großen bin ich mittlerweile zuständig.
"Tante Christi! (runzelt die Stirn) Was ist? Gemma jetzt!"
Nun, so lasset die Spiele beginnen. Der Spielbeginn läuft ja im wesentlichen immer gleich ab. Wie soll ich sagen, fast ein wenig fad. Wie bei jedem Gesellschaftspiel, wo es darum geht, sich zuerst seiner Hose zu entledigen. Interessant wird es dann erst, wenn es darum geht, einen Kinderpopo über einer nichtkinderpopotauglichen Klobrille zu platzieren, denselben auszutarieren und endlich zu fixieren. Das erfordert von beiden Spielpartnern höchste Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl, wobei die Fingerspitzen aus hygienischen Gründen eher über als unter der Brille bleiben sollten.
Und dann beginnt er langsam. Der Nervenkitzel. Beiden Parteien ist die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Fragen wie
Wird es gehen? Wie lange wird es gehen? Gibt es heute ein golden goal oder gehen wir in die Verlängerung?
beschäftigen beide Spieler, die mittlerweile zu Gegnern mutiert sind, und schreien gerade dazu danach, auf Papier gebracht zu werden. Genau. Auf dieses Papier.
Heute ging es dann jedenfalls nicht. Und weshalb, das weiß ich jetzt auch. Nachdem mir Mitspielerin A. erklärte:
"Du, Tante Chisti! Hör' ma auf. Euer Klo geht nicht!"
Spielabbruch. Spieler C. muss ins Gefängnis, geht über Start und behebt keine 200.
Meine Nichte zum Beispiel. Die hat zwar noch keine Probleme, dafür aber ein neues Hobby. Wobei es die 2jährige selbstverständlich noch nicht als notwendig empfindet, ihr neues Lieblingsspiel alibihalber als solches zu bezeichnen.
Jedenfalls tut sie derzeit nichts lieber als Klogehen. Und in diesem Alter darf sie sogar noch ganz ohne Genierer was "tun". Oder auch eben nicht. Wobei es halt aufgrund der äußerst ausgereizten Spielfrequenz beim "Gehen" bleibt und nicht beim "Tun".
Bei mir wollte sie es heute auch tun, die kleine A.
"Tante Chisti, ich muss lulu. Gemma!"
Das Schöne, um diesen wesentlichen Aspekt dieses netten Zeitvertreibs nicht unter den Tisch fallen zu lassen, an diesem Spiel ist nämlich dessen Gesellschaftstauglichkeit. Und fast könnte man auch von einem Gesellschaftsspiel sprechen. So wie zum Beispiel "Mensch ärgere dich nicht." Aber halt nur fast.
Jedenfalls bin ich, wenn's ums Spielen geht, immer mit dabei. Nicht nur für die kleinen Sachen, nein, auch für die großen bin ich mittlerweile zuständig.
"Tante Christi! (runzelt die Stirn) Was ist? Gemma jetzt!"
Nun, so lasset die Spiele beginnen. Der Spielbeginn läuft ja im wesentlichen immer gleich ab. Wie soll ich sagen, fast ein wenig fad. Wie bei jedem Gesellschaftspiel, wo es darum geht, sich zuerst seiner Hose zu entledigen. Interessant wird es dann erst, wenn es darum geht, einen Kinderpopo über einer nichtkinderpopotauglichen Klobrille zu platzieren, denselben auszutarieren und endlich zu fixieren. Das erfordert von beiden Spielpartnern höchste Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl, wobei die Fingerspitzen aus hygienischen Gründen eher über als unter der Brille bleiben sollten.
Und dann beginnt er langsam. Der Nervenkitzel. Beiden Parteien ist die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Fragen wie
Wird es gehen? Wie lange wird es gehen? Gibt es heute ein golden goal oder gehen wir in die Verlängerung?
beschäftigen beide Spieler, die mittlerweile zu Gegnern mutiert sind, und schreien gerade dazu danach, auf Papier gebracht zu werden. Genau. Auf dieses Papier.
Heute ging es dann jedenfalls nicht. Und weshalb, das weiß ich jetzt auch. Nachdem mir Mitspielerin A. erklärte:
"Du, Tante Chisti! Hör' ma auf. Euer Klo geht nicht!"
Spielabbruch. Spieler C. muss ins Gefängnis, geht über Start und behebt keine 200.
christerl - am Mittwoch, 24. März 2004, 21:28 - Rubrik: aufgeschrieben
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"Das Scheitern ist die Aristokratie des Erfolges!"
hat man mir gerade dort erzählt.
Seltsamerweise war ich die einzige im Theater, die an
dieser Stelle lauthals lachen musste.
Naja, vielleicht doch nicht seltsam. Österreich halt.
Dafür hat mir der Germane auf der Bühne für diesen
meinen Lacher aus der zweiten Reihe noch persönlich
mitgeteilt:
"Sie! Was lachen Sie?! Schreiben Sie sich das auf, das können Sie noch brauchen in Ihrem Leben!"
Was ich hiemit erledigt hätte. Das Aufschreiben.
hat man mir gerade dort erzählt.
Seltsamerweise war ich die einzige im Theater, die an
dieser Stelle lauthals lachen musste.
Naja, vielleicht doch nicht seltsam. Österreich halt.
Dafür hat mir der Germane auf der Bühne für diesen
meinen Lacher aus der zweiten Reihe noch persönlich
mitgeteilt:
"Sie! Was lachen Sie?! Schreiben Sie sich das auf, das können Sie noch brauchen in Ihrem Leben!"
Was ich hiemit erledigt hätte. Das Aufschreiben.
christerl - am Mittwoch, 28. Jänner 2004, 23:23 - Rubrik: aufgeschrieben
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