hormonbedingt
Was interessiert mich mein Geschwätz von morgen.
christerl - am Donnerstag, 13. Oktober 2005, 22:52 - Rubrik: hormonbedingt
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Und plötzlich waren sie da. Dieses Gefühl. Dieser Wunsch. Und diese langsam unerträglich werdende Begierde. Die mir fast körperliche Schmerzen bereitete. Lustvolle. Ihn besitzen zu wollen. Ihn zu besitzen. Ganz für mich allein. Nur für ein paar Stunden. Oder Minuten. Von mir aus. Nicht seinen Körper. Nicht sein Gefühl. Seinen Geist. Sein Denken. Sein Wissen. Sich vorstellen, wie seins mit meinem verschmilzt. Wie würde das bloß sein. Kein Spaß. Wir sind die Borg. Sie werden assimiliert. Werden.
christerl - am Samstag, 12. Februar 2005, 01:16 - Rubrik: hormonbedingt
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Und dann war da noch dieses frisch entbundene vorbildlich pädagogisch agierende Junglehrerehepaar, das es sich nicht nehmen ließ, uns als einziges kinderloses weniger vorzeigetaugliches Paar („Die Uhr, C., die Uhr! Sag, hörst du sie nicht auch ticken, die biologische Uhr?“) zum Neujahrsbrunch einzuladen. Um 9.00 Uhr. Also zu einer Zeit, zu der ich nie, aber wirklich nie auch nur irgendeine Uhr ticken höre. Und schon gar keine biologische. Auch nicht beim frisch entbundenen vorbildlich pädagogisch agierenden Junglehrerehepaar. Schon allein des enormen Geräuschpegels wegen. Als dann endlich der anwesenden Nachkommenschaft der diversen mehr oder weniger vorbildlich pädagogisch agierenden Jungeltern die Luft zum Schreien und uns (also mir) der Alkohol ausging, ging auch der Gesprächsstoff aus. Leider noch bevor wir ausgingen. Mit fortgeschrittenem Alter nimmt halt auch die Reaktionsfähigkeit ab, wie wir (also ich) in der sich plötzlich einstellenden Stille erkennen mussten. Das wäre uns (also mir) früher nicht passiert. Die biologische Uhr, Sie verstehen. Und noch bevor ich mich mit dem allgemeinen Schweigen anfreunden und meine volle Konzentration auf meine Magenschmerzen lenken konnte, durchbrach sie es. Der weibliche Teil des frisch entbundenen vorbildlich pädagogisch agierenden Junglehrerehepaars. „Sag, C.“, flüsterte sie mir leise, einen konspirativen Unterton in ihrer Stimme nicht verbergend, von links zu. „Hab ich dir schon dieses tolle Teil gezeigt, dass mir der Papi zu Weihnachten geschenkt hat?“ Und noch während sie, mittlerweile leicht errötet, mich am Arm nahm, um mich ins Schlafzimmer zu zerren, fiel es mir ein: „Du, H, also dein Vater, sag: Ist der nicht schon vor ein paar Jahren…also hat ihn nicht das…“ „Ja“, fiel sie mir ins Wort und kramte weiter in ihrer Wäschelade herum „Der Vati, ja, das war im November 97“, und als sie es mir endlich vors Gesicht hielt, ihr tolles weihnachtlich verehrtes Teil, rief sie mit pädagogisch wertvoll erhobener Stimme rüber ins Wohnzimmer: „Gell, Papi, im November 97 ist der Vati gestorben, oder war’s Oktober?“
(Stunden später)
Edith: C, du bist furchtbar!
C: Bitte?
E: Ja, furchtbar! Oder hältst du deine maßlosen Übertreibungen und unverschämten Lügen etwa für ein legitimes stilistisches Mittel?
C: Jaja, ist ja gut. Dann war es halt 10:00 Uhr. Zufrieden?
E: Na also. Geht doch.
(Stunden später)
Edith: C, du bist furchtbar!
C: Bitte?
E: Ja, furchtbar! Oder hältst du deine maßlosen Übertreibungen und unverschämten Lügen etwa für ein legitimes stilistisches Mittel?
C: Jaja, ist ja gut. Dann war es halt 10:00 Uhr. Zufrieden?
E: Na also. Geht doch.
christerl - am Sonntag, 2. Jänner 2005, 19:54 - Rubrik: hormonbedingt
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M: Maria!
C: Nein, Mama. Ich bins, die Christerl.
M: Was hast denn da für ein Pflaster im Gesicht?
C: Die offizielle oder die inoffizielle Version?
M: Wie?
C: Offiziell hatten der A. und ich eine Auseinandersetzung. Er war nicht gut aufgelegt. Und hat mir eine aufgelegt.
M: Maria!!
C: Aber du, Mama: Die inoffizielle Version ist noch viel schlimmer...
M: Maria!!!
C: Ich hab einen Pickel. Mitten im Gesicht. Und das ist so furchtbar erniedrigend.
M: Weißt' Kind, manchmal versteh ich dich gar nicht.
C: Maria...
C: Nein, Mama. Ich bins, die Christerl.
M: Was hast denn da für ein Pflaster im Gesicht?
C: Die offizielle oder die inoffizielle Version?
M: Wie?
C: Offiziell hatten der A. und ich eine Auseinandersetzung. Er war nicht gut aufgelegt. Und hat mir eine aufgelegt.
M: Maria!!
C: Aber du, Mama: Die inoffizielle Version ist noch viel schlimmer...
M: Maria!!!
C: Ich hab einen Pickel. Mitten im Gesicht. Und das ist so furchtbar erniedrigend.
M: Weißt' Kind, manchmal versteh ich dich gar nicht.
C: Maria...
christerl - am Sonntag, 19. Dezember 2004, 19:32 - Rubrik: hormonbedingt
Manchmal. Da passiert es. Da wache ich auf und alles ist anders. Zumindest der morgendliche Seratoninspiegel. Der hat heute früh aus mir völlig unbekannten Gründen einen noch nie dagewesenen Höhepunkt erreicht. Und das völlig grund- und bedingungslos. Sogar die verschwollenen Augen sind heute hormonbedingt ausgefallen.
Doch woher dieser plötzliche Segen, der mir ins Blut geschossen ist? War es die gestrige (wie immer) höchst attraktive Dodo, die sich (wie immer) mit dem unfähigsten Visagisten vom Küniglberg und einer Augenausschlag verursachenden Kleiderwahl durch ein jedes Konzept missende Sendung quälen musste, noch dazu strafverstärkend flankiert von einem peinlich humorlosen kleinen Mann, dessen Namen man sich trotz öftestmaliger Wiederholung nicht merkenkonnte wollte?
Oder war es doch die Einweihung in die kryptischen Geheimnisse der Verschlüsselungsschlüssel und Entschlüsselungsschlüssel, welche einem gnädigerweise nach spätestens 30 min in ein erholsames Wachkoma fallen lassen?
Keine Ahnung. Aber ich liebe es.
Doch woher dieser plötzliche Segen, der mir ins Blut geschossen ist? War es die gestrige (wie immer) höchst attraktive Dodo, die sich (wie immer) mit dem unfähigsten Visagisten vom Küniglberg und einer Augenausschlag verursachenden Kleiderwahl durch ein jedes Konzept missende Sendung quälen musste, noch dazu strafverstärkend flankiert von einem peinlich humorlosen kleinen Mann, dessen Namen man sich trotz öftestmaliger Wiederholung nicht merken
Oder war es doch die Einweihung in die kryptischen Geheimnisse der Verschlüsselungsschlüssel und Entschlüsselungsschlüssel, welche einem gnädigerweise nach spätestens 30 min in ein erholsames Wachkoma fallen lassen?
Keine Ahnung. Aber ich liebe es.
christerl - am Freitag, 7. Mai 2004, 08:48 - Rubrik: hormonbedingt
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