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krankhaftes

C: Sag, A: Kennst du den Unterschied zwischen einem Russen und einem Amerikaner?
A: Der Amerikaner spricht selten russisch….?
C: Ja, das auch. Aber ich meine mehr in Richtung Kopfweh.
A: Aha. Kopfweh.
C: Ja, Kopfweh. Also: Der Amerikaner schützt, um sich glaubwürdig einer gesellschaftlichen Verpflichtung zu entziehen, Kopfweh vor. Der Russe bekommt das Kopfweh tatsächlich.
A: Und?
C: Na verstehst du nicht? Der Amerikaner erreicht zwar seinen Zweck, weiß aber, dass er schwindelt. Der Russe dagegen bleibt in Harmonie mit seinem Gewissen.
A: Wer sagt das?
C: Eine gewisse Margaret Mead. Anti...Anto..Antrop..wurscht.
A: Sag, C: Warum erzählst du mir das eigentlich?
C: Naja. Weißt eh, diese Einladung von den B's für heute abend…
A: Ja?
C: Du, ich hab Kopfweh Zwölffingerdarmschmerzen.
A: Ja sicher.
C: Nein. Ich mein: Ich hab wirklich Kopfweh Zwölffingerdarmschmerzen. Und zwar enorm.
A: Nastrowje.

Verehrter V!
Um gleich einmal dem Missverständnis zu begegnen, dass ich durch diese Anrede womöglich meine Wertschätzung dir gegenüber ausdrücken möchte: Das möchte und tue ich nämlich keineswegs. Aber irgendwer hat dich ja mir schließlich verehrt.
Ich könnte ja auch schreiben „V, du Arsch“, oder „V, du Sau“ – und das würde sich sogar herrlich reimen. Aber wir wissen, dass Unhöflichkeit nicht meine Sache ist. Zumindest glauben wir es.
Aber mit dem Glauben ist es immer so eine Sache. Man glaubt zum Beispiel, es wäre vorbei. Und dann ist es das nicht. Obwohl man Schluss gemacht hat. Aber leider dürfte auch dieses Schlussmachen in die Kategorie der zweiseitigen Rechtsgeschäfte fallen, die durch einseitige Erklärung halt leider nicht wirksam zustande kommen. Und recht einseitig war sie ja. Meine Erklärung. Oder kann es sein, dass du mich einfach nicht verstanden hast? Warum liegst du mir sonst immer noch in den Ohren? Legst du es wirklich darauf an, mich schwer_hörig zu machen? Ich habe wegen dir einiges zu schlucken gehabt. Aber damit ist es jetzt endgültig vorbei, ich kann nicht mehr. Schlucken. Und ich kann nicht nur es nicht mehr hören, sondern auch sonst recht wenig. Und ohne dir jetzt Schuldgefühle bereiten zu wollen: Daran bist du schuld. Und zwar ursächlich. Und ganz allein. Du Sau. Ich weiß nicht einmal, was du eigentlich von mir willst. Willst du mir zeigen, dass der Geist willig ist und das Fleisch schwach? Ja, willst du das? Toll! Ich kann dir folgen. Aber tue es nicht mehr! Fühlst du dich einfach nur wohl bei mir? Und das rücksichtslos? Oder bereitest du gar den Weg für jemanden, der größer, besser und stärker ist wie du? Sei es wie es sei: V, ich habe die Nase voll von dir. Ich kann dich nicht mehr sehen. Wobei ich das strenggenommen noch nie konnte. Aber egal. Ich erwarte mir von dir, dass du weg bist, wenn ich wieder aufwache. Und zwar rückstandslos. Und bilde dir ja nicht ein, du könntest dich wieder bei einem meiner Mitbewohner so lange verstecken, bis du wieder bei mir unterkriechen kannst. Dieses Spiel ist aus. Ich habe die erste Runde nach deinen Regeln mitgespielt, jetzt mag ich nicht mehr. Dieser Satz geht an mich. Du Arsch.
Christerl
jetzt neu mit Antikörper

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