icon

 

kulinarrisches

So ihr Gfrasta. Der Estragon gehört euch. Meinetwegen. Aber:
Das ist der MEIN Dill!
bild 052
Und das auch. [3]
bild 053

[Inspiriert durch Herrn Human]

Manchmal frage ich mich, warum mir in's "kitchen" immer wieder ein zweites 't' rutscht.
Bis ich es wieder weiß.

...
Kellner: Mit Weinbegleitung?
C: (Blick auf A)
A: (Blick auf C)
C: Ja. Leider.
A: Na sehr super.

Manchmal passiert es. Und ich beschließe, wieder einmal die Küche ihrem ursprünglichen Zweck zuzuführen. Also sie als Ort der Herstellung von Nahrungsmitteln heranzuziehen, die man auch essen kann. Ohne daran gleich körperlichen Schaden zu nehmen. Oft bleibt es bei der reinen Beschlussfassung. Manchmal aber kommen die Dinge auch ins Rollen. Dies vor allem nach Verzehr.

Heute: der gemeine Apfelstrudel
Der gemeine Apfelstrudel kommt selten in freier Wildbahn, wohl aber in den besten Familien vor. Weshalb Sie sich auch nicht für ihn schämen sollten. Nicht unbedingt. Sein Wesen ist ein einfaches, wenn auch nicht immer leicht zu durchschauendes. In seiner Produktion sehr umkompliziert im Umgang bietet sich gerade der gemeine Apfelstrudel hervorragend für Experimente am Objekt.
Hiefür nehme man: 1 Pkg Blätterteig sowie alles, was der Kühlschrank an Genießbarem hergibt. Also 3 Äpfel, eine Handvoll Rosinen sowie soviel Whisky, wie sie saufen können. Die Rosinen. Dazu können sie sich ruhig etwas Zeit lassen. Zum Saufen. Die Rosinen. Nützen Sie die Zeit um inzwischen das Backrohr auf 200 Grad aufzuheizen und den Fliesenkleber vom Projekt des Vortages von der Arbeitsfläche zu kratzen. Kümmern Sie sich zwischendurch ab und zu um die Rosinen und beinflussen Sie durch Vorbildwirkung Umrühren deren Trinkverhalten. Lassen Sie nun die Äpfel vom Mitbewohner Ihrer Wahl schälen und klein schneiden. Bevor Sie ihn zur Mama zwecks Zucker- und Zimtaquirierung schicken. Beobachten Sie in der Zwischenzeit weiterhin die Rosinen und animieren Sie diese, den noch nicht aufgenommenen Whisky in sich einzuverleiben. Bleiben Sie auch weiterhin auf diesem wichtigen Beobachterposten und schauen Sie Ihrem mittlerweile wieder heimgekehrten Mitbewohner genau auf die Finger, während dieser die Äpfel mit den besoffenen Rosinen, etwas Zucker und Zimt und den geriebenen Haselnüssen (danken Sie bei Gelegenheit Ihrer Mutter) vermengt und in den Blätterteig füllt. Verweisen Sie nun Ihren Helfer für seine niedrige Dienste kurz dankend zunickend aus der Küche und schieben Sie ihn ins Backrohr. Den Strudel. Studieren Sie während den nächsten 25, 30 Minuten eingehend sein Bräunungsverhalten, während Sie den von den Rosinen verschmähten Whisky nicht verkommen lassen. Sobald der Strudel den gewünschten Farbton erreicht hat, rufen Sie Ihren Mitbewohner und bitten Sie ihn, diesen aus dem Rohr zu ziehen. Setzen Sie nun ein ernstes Gesicht auf und fragen ihn mit anklagender Stimme, was er schon wieder falsch gemacht hat.
strudel

'Geh' bitte! Richtig ekelhaft. Wie du dein Hirn immer auf der Zunge tragen musst!'

Bereiten auch Sie jedes Jahr in dieser ach so stillen Vorweihnachtzeit, in der Sie eigentlich gar keine haben, Zeit nämlich, Unmengen an Weihnachtsbäckerei zu? Kiloweise Vanillekipferln, Linzer Augen, Anisplätzchen, Eisenbahner? Soweit das Auge und der Magen reicht? Stehen auch Sie Stunde für Stunde in der Küche um für Ihre Liebsten im Schweiße Ihres Angesichts Süßes fürs Fest der Liebe zu backen? Um dann nach vollendetem Werk festzustellen, dass es gerade Ihre Lieben sind, die Ihre Arbeit und deren Produkt nicht zu schätzen und schon gar nicht zu essen wissen? Weil auch Sie die Schnauze bereits voll bereits genug haben? Wissen auch Sie nach den Feiertagen nicht wohin mit all der zwar ausgiebig bewunderten, jedoch unverzehrt gebliebenen Bäckerei? Weil der Biomüll wieder mal zum Bersten voll ist?

Dann haben Sie ein Problem. Und das ist gut so. Denn wir haben für Sie die Lösung! Vergessen Sie die stundenlange Plackerei, sparen Sie künftig Zeit, Geduld und Nerven für Wichtigeres. Also Ihr Blog. Zum Beispiel. Ein paar Stunden einmaliger Aufwand wird all Ihre Sorgen, die Ihnen Ihre Weihnachtsbäckerei bisher bereitet hat, nicht nur für Jahre, nein: für Jahrzehnte vom Küchentisch streichen! Vorbei auch die bedrückenden Fragen, ob das eine oder andere Vanillekipferl sich nicht doch dauerhaft auf Ihrer Hüfte niederlassen wird. Ihre Liebsten werden Sie allein schon deshalb lieben. Mehr sogar, als Sie es sich vielleicht verdient haben. Und all dies zu einem sensationellen Preis, der Ihr Geiz-ist-Geil-Herz vor Freude zum Springen bringen wird! Und zwar nachhaltig! Wie das, werden Sie sich fragen, wie das? Und Sie tun gut daran. Zu fragen. Denn Ihnen kann heute geholfen werden!

Sie benötigen:
2 Tassen Mehl
1,5 Tassen Salz
1 – 2 Esslöffel Tapetenkleister
Wasser

bild 047Kneten Sie nun diese Zutaten zu einem festen Teig. Bevor Sie diesen weiterverarbeiten, rasten Sie ruhig ein wenig. Ihr Teig muss es nämlich nicht. Aber Sie haben sich nach dieser Mühe den einen oder anderen Likör verdient. Oder natürlich beide. Heizen sie in der Zwischenzeit vielleicht auch eine Zigarette und das Backrohr auf 150 Grad Heißluft auf.bild 048 Formen Sie nun in herkömmlicher Weise die Weihnachtsbäckerei Ihres Vertrauens. Gehen Sie hierbei sehr sorgfältig vor und seien Sie sich stets bewusst, etwas wirklich Dauerhaftes und Nachhaltiges zu schaffen. Etwas, das Ihnen noch zu Weihnachtsfesten Freude bereiten wird, wenn Ihre Liebsten das längst nicht mehr tun. Weil sie nämlich nicht mehr Ihre Liebsten sind. bild 054 Für Anfänger empfiehlt sich zu Beginn die manuell nicht sehr anspruchsvolle Ausformung von Vanillekipferln. Belegen Sie mit diesen ein Backblech und schieben Sie es ins vorgeheizte Rohr. Wundern Sie sich sodann etwa zwei, drei Stunden nicht über den beißend chemischen Geruch, der Ihnen vom Backrohr ausgehend entgegenströmt. Sie können diesen Ausdünstungen entgehen, indem Sie die Zeit sinnvoll damit nutzen, in Ihrer Garage nach Klarlack sowie etwas Baukalk zu suchen. Leichtathletikern und Kletterern ist jedoch auch mit Magnesium geholfen. Sind sie fündig geworden, können Sie sich nun etwas zurücklehnen, während Sie Ihre Wohnung lüften und die mittlerweile ausgebackenen Kipferln und sich selbst vollständig auskühlen lassen. Tun Sie das eventuell beim Punschstand um die Ecke. Sie haben es sich verdient. Zur Fertigstellung empfiehlt sich aus vorstehendem Grund der Tag danach. Bestreichen Sie nun Ihr Backwerk zum Zwecke der Haltbarmachung von allen Seiten mit Klarlack und lassen Sie diesen gut trocknen. Um den Trockenvorgang zu beschleunigen, genehmigen Sie sich ruhigen Gewissens noch einen Punsch um die Ecke. Mit voll aufgetanktem Tatendrang drapieren Sie nun in optisch ansprechender Weise Ihre Kipferln auf dem Weihnachtsschüsserl Ihrer Wahl. Geizen Sie im kreativen Finale nun nicht mit dem Baukalk bzw. Magnesium, besonders dann, wenn Sie beim Lackiervorgang etwas zu dick aufgetragen haben. Schließlich sollen die Augen Ihrer Lieben glänzen. Und nicht die Bäckerei.

Nun steht unzähligen gesegneten Festen, die Sie mit ihrer selbstgemachten Bäckerei zwar nicht versüßen, aber doch verschönern können, nichts mehr im Wege. Sie können sich jetzt schon unzähliger Komplimente ob Ihrer Backkunst sicher sein. Und haben Sie keine Angst, dass die Objekte der Begierde von allzu forschen Bewundern verkostet werden könnten. Wie amerikanische Studien belegen, wird das in 98 % der möglichen Fälle nicht der Fall sein. Die restlichen 2 % halten Sie im Zaum, indem Sie den frechen Angreifer mit der Frage nach etwaig erfolgter Gewichtszunahme im zweistelligen Bereich konfrontieren. Haben Sie es mit einem männlichen Verkoster zu tun, dem mit derartigen Argumenten nicht beizukommen ist, halten Sie bitte die Gelben Seiten bereit. Dentisten sind auch über die Weihnachtsfeiertage für Sie da.

Nun bleibt mir nur noch, Ihnen gutes Gelingen und frohe Feiertage zu wünschen. Und denken Sie in den nächsten Jahrzehnten stets daran, wenn Sie Ihre Weihnachtsbäckerei entmotten und frisch einkalken: Die fetten Jahre sind vorbei.

erdaepfelRat der Woche:

"Vor lauter Globalisierung und Computerisierung dürfen die schönen Dinge des Lebens wie Kartoffeln oder Eintopf kochen nicht zu kurz kommen" *

schneide ich mir heute eine Scheibe ab. Und mach' daraus einen Schmarren.

[*Angela Merkel, CDU-Vorsitzende, vor 4000 Landfrauen auf dem Hessentag; via Die Zeit (die uncomputerisierte Ausgabe)]

Spieß
01010255
bürgertum?

donald gibt es nicht viel zu erzählen.

Sie ist siebzig.

Und ich liebe sie.

Mit Knödel und Rotkraut.

konnte ich noch nie genug kriegen. Obwohl mir ja an Ersterem mein Mathematikprofessor mit seinem wiederholt vorgetragenen, von Kopfschütteln äußerster Penetranz begleiteten Gemurmel:

"Die C. (tiefer Seufzer)! Warum afoch, waun's kompliziert a geht...(noch tieferer abschließender Seufzer)"

die Freude nehmen wollte. Was ihm natürlich nicht gelang. Natürlich. Weil ja Frauen wie geschaffen sind für die Mathematik. Was sie oft nicht gleich auf Anhieb erkennen, weil sie schon in jungen Jahren zum Beispiel von grantigen kopfschüttelnden murmelnden Mathematikprofessoren sekkiert werden. Was natürlich sehr schade ist. Denn in wievielen Lebenssituationen, mit welchen sich die späteren Leider-nein-Mathematikerinnen konfrontiert sehen, kann man schon mit Fug und Recht behaupten, dass eins und eins zwei ergibt? Und das immer. Umstände hin, Zustände her.
Nicht einmal auf dem ersten Blick so trivial erscheinende Vorgänge wie der Einkauf im Supermarkt funktionieren noch nach dieser einfachen Logik. Dort darf man plötzlich zwei nehmen und eins bezahlen. Und manchmal natürlich auch umgekehrt. Als besonders schockierend empfinde ich natürlich (natürlich!) den Umstand, dass mancherorts sogar Paradeiser von dieser mathematischen Unlogik betroffen sind.

Umso mehr freut es mich, dass ich mich noch heute höchstpersönlich der Wiederherstellung der mathematischen Logik auf dem Feldgebiet der Paradeiser widmen darf. Um die Lösung einer höchstdiffizilen mathematischen Problemstellung herbeizuführen. Und wie so oft im Leben stellt das Objekt der Begierde nicht nur einen Teil des Problems dar, nein, es ist sogar ursächlich dafür verantwortlich.

Bildn018 Denn wenn die vorhandene Fläche (B) an nährstoffreichem Boden (B²; B=B²)
ein Ausmaß von a x b (a=3m; b=2m) aufweist, die Menge der vorhandenen zu implantierenden Paradeiserpflanzen (PaPf) als Konstante der Wertigkeit von 18 anzunehmen ist, diese Menge jedoch dank Doppelsaat (DS; DS=1+1) mit dem Faktor 2 zu multiplizieren ist, ein Fixwert beim Pflanzmindestabstand von BMA = 0,4 eingehalten werden muss, die vorhandene Fläche (B=B²) jedoch bereits zur Hälfte (1/2) mit der nicht genau definierbaren Menge an aufgehenden Sonnenblumen (aSo(v)), der exakt definierbaren Menge an Erdbeerpflanzen (EPf) von 6 und einer Menge an blühender Unbekannten variabler Anzahl (U(v)), dem Fixpunkt Schnittlauch (FSch) und der Sekanten bestehend aus sich potential vermehrenden Vergissmeinicht (SpV(v)), dann.....ja dann, denke ich, dass mich diese rechnerische Herausforderung heute wohl noch ziemlich an meine Grenzen gehen lassen wird.

Sie können sich hier anmelden, wenn Sie schon einen twoday.net Account haben, oder sich kostenlos registrieren. [ALLE KASSEN]
 

twoday.net AGB

xml version of this page

xml version of this page (summary)

xml version of this page (with comments)

xml version of this topic

powered by Antville powered by Helma