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politisches

Einmal angenommen, ich habe die Wahl. Zwischen zwei Übeln. Das eine größer, das andere kleiner. Aber nur ein bisschen. Kleiner. Nicht viel, gerade nur so viel, dass man es halt merkt. Wie es gemeinhin so ist mit den Übeln. Was werde ich wohl wählen. Ohne Fragezeichen. Gut. Bzw. nachvollziehbar. Weil gut ist auch das kleinere Übel nicht. So im Vergleich.

So. Und nun einmal angenommen, jemand anderer hat die Wahl. Zwischen zwei Übeln. Das eine größer, das andere kleiner. Aber nur ein bisschen kleiner. Nicht viel, gerade nur so viel, dass es halt auch der andere merkt. Wie es gemeinhin auch wo anders ist mit den Übeln. Was wird der wohl wählen. Wollen. Wenn er wirklich könnte.

Nun. Und jetzt nehmen wir mal an, das größere Übel hat trotz Wahl des kleineren Übels gewonnen. Naja, nicht wirklich gewonnen im Sinn von gewinnen. Aber es ist da, dieses Übel. So wie es schon vorher da war, in seiner ganzen üblen Realität.

Und. Ich frag mich nun. Lohnt es sich in so einer Situation, das kleinere Übel nicht nur zu wählen, sondern dafür zu kämpfen? Ist es der Unterschied wert, für ihn auf die Straße zu gehen? Sein Leben zu riskieren, es auszubluten? Was soll das sein? Was soll das werden? Eine Revolution? Übel.

Lieber Geheimdienst!
Lieber Geheim-Dienstmann!
(Im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes wende ich mich an Geheimdienstmänner und -frauen. Und unter besonderer Berücksichtigung meiner pekuniären Lage wende ich mich an alle; an alle, Sie verstehen?)

Da ich annehmen darf, dass auch Sie in Zeiten der Krise nicht nur so manchen Überläufer, linken Agenten, Deliquenten oder einfach nur ordinären Pülcher, sondern auch das eine und vor allem andere Sparpaket ver- und schnüren müssen, möchte ich Ihnen heute mit einem Angebot entgegentreten, das Sie nicht nur nicht ablehnen wollen, sondern gar nicht können!

Weil: Ich hätte da Informationen für Sie. Vertrauliche Informationen, Sie verstehen? Zum Beispiel über das Land, in dem ich nicht nur wohne und arbeite, sondern auch schlafe. (Schlafe! Sie verstehen?). Oder auch über die Menschen, die in diesem Land nicht nur leben und arbeiten, sondern auch schlafen. (Vor allem schlafen! Sie verstehen?)

Selbstverständlich verstehe ich, dass gerade Sie in diesen wenig geheimdienstaffinen Zeiten aus budgetären Gründen zwar das Zielobjekt im Sack, nicht aber die Katze darin kaufen dürfen. Darum möchte ich Ihnen, quasi als konspirativen Appetizer, mit einer Information (Information! Sie verstehen!) vorweg dienlich sein, die Ihnen nicht nur einen Einblick in die Seele dieses Landes gewährt, sondern die Ihnen ermöglicht, die Seele dieses Landes und seiner Einwohner in seiner gesamten Vollständigkeit zu verstehen. (Zu verstehen! Sie verstehen?)

Diese Information (Information! Sie verstehen?) ist selbstverständlich streng vertraulich, top secret, außerdem natürlich total geheim und nur für die Augen und Ohren zahlungskräftiger Adressaten meines Angebotes bestimmt. Ich lade Sie daher ein, mir auf einem Ihnen bestimmt bekanntem Wege Übergabeort- und -zeit in Vorschlag zu bringen. Bei dieser Gelegenheit wollen Sie bitte zwei Stangen Zigaretten (Marlborogh Gold), vierundzwanzig Flaschen Wodka (Absolut) und einen Pelzmantel für meine Oma (Fuchs; Gr. 44) A-Konto-Kosten erlegen. Über den Luster reden wir dann, wenn Ihnen ein Licht aufgegangen ist. (Ein Licht! Sie verstehen?)

Mit konspirativen Grüßen,

eine Informantin

"Can we fix it?"
"Yes we can!"

[Man wird sehen.]

In Israel macht also die Shas-Partei Schwierigkeiten.

Dieses Problem ist auch in Österreich eminent. Bloß dass wir hier nicht nur eine haben. Sondern vier. Shas-Parteien.

Untersuchung-
s-
aus-
schüsse-l

Endlich jemand, der sich auch in der Vorwahlzeit Gedanken macht. Intelligente noch dazu. Vom Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gar nicht zu sprechen. Vor allem vom Gesichtspunkt.

Nivea wirbt in der heutigen Freizeit für ein neues Produkt. Zweiseitig und in Farbe. Find ich äußerst innovativ. Das Zweiseitige. Weil doch alles zwei Seiten hat. Eine Schlechte und eine Farbige. Und da ich zu faul zum Scannen bin und Sie zu sparsam, um den heutigen Kurier zu kaufen, weil der doch morgen billiger ist, müssen Sie mir das wohl glauben.

Endlich kümmert sich wer um den Pflegenotstand, bitte. Und zwar wer, wenn nicht er. Und zwar jemand, wenn auch nicht dieser Jemand, aus der Privatwirtschaft. Schön, sehr schön. Sprechen Sie mir nach: Diese Privatwirtschaft, also was der immer einfällt! Und so was Richtungsweisendes noch dazu. Weil doch, und das sollt ja nun bald jeder wissen, nicht wahr, gerade bei solchen Lappalien wie dieser (natürlich von den Linkslinken herbeigeredeten, alles klar?) Pflegenotstand, nicht immer sofort die ordnende Hand von oben eingreifen soll. Muss sie nämlich nicht. Nicht mehr. Denn Nivea Visage verspricht (und auch die versprechen sich oft!) in der heutigen Freizeit-Ausgabe per "DNAge Zellerneuerung" den "Durchbruch in der Anti-Age-Pflege". So. Wiederholen wir das. Für alle, die um diese Zeit noch nicht so zellfrisch beinander sind:
ZELLERNEUERUNG! BLINDDARMDURCHBRUCH! ANTI-AGE-PFLEGE!
Mah, warum sind wir da nicht schon eher draufgekommen? Die totale Zellerneuerung als Ausweg aus der Pflegemisere. Wie banal und doch so super!

Und nun gehen Sie. Und kaufen Sie ihn doch. Den Kurier. Dann schmieren Sie sich den Inhalt der beigelegten Probepackung dorthin, wo Sie es wollen.

Im übrigen wurde wer, wenn nicht er, und das sollte an dieser Stelle auch einmal gesagt sein, wieder mal nicht ganz richtig wiedergegeben. Auf die Frage, welchen Grund es denn für den gemeinen Wähler, den gemeinen, für eine Wiederwahl gäbe, antwortete er, wenn nicht wer, mit der Wahrheitsliebe des ordentlichen Christerls Christen:

"Es gibt keinen. (Nachdenkpause) Pflegenotstand?"

Manche
partei-
politsche
AUSSEN-
DUNG
ist
verzichtbar.

Und
mancher
auch.

Frankleich'.
Sie hat tatsächlich Frankleich' gesagt.
Und Nachdenkungszeit.
Dafür gönn' ich mir kurz die von ihr geforderte Reflexionsperiode.

Ich trete zurück.
Ich trat zurück.
Ich bin habe zurückgetreten.

Ewald: Geh, Heinz-Chrrristian, sog gach: Wia darrrast du "unwürrrdig" schrrreibm?
Heinz-Christian: Oiso, bitte Stadi! Sog no amoi, dass i unwürdig schreib, und i forder' Sateli...Satisfuck...Sadis...du, daunn hau i di!
Ewald: Mei, Heinz-Chrrristian, du check'st das echt nia...'unwürrrdig'!
Heinz-Christian: (reibt auf)
Andreas: (hält ihn zurück) Nana, Kollege, passt scho. Der Ewald wü nur wissn, wia ma "unwürdig" schreibt!
Heinz-Christian: Nau geh! Des miassast jo du daunn aum bestn wissn, Mölzi!
Andreas: Oisso, Zur Zeit hoit grod net. Geh, woit's net do wer den John auruafn?
Ewald: Na, derrr ist beleidigt.
Heinz-Christian: Wieso des scho wieda?
Ewald: Wäu ma net 'befrrremdlich" schrrreibm...
Heinz-Christian: Oisso waunn ihr mi frogts...
Ewald: Oba die frrrogt jo eh kana. Wurrrscht. Wisst's wos? Schrrreib ma's hoit irrrgendwie...
Andreas: Rechtsso. Und daunn sog'ma, mia woarn's net.
Heinz-Christian: Jo, Burschn, des is a Idee! I hob zwoar ka Auhnung, wovon ihr do de gaunze Zeit redt's, ob waun wer wos aundas behauptet, daunn fordern ma Sateli...Statist...Sadisfuck..
Andreas: Unwürdig.
Ewald: Jo, eh. Sog i jo eh scho die gaunze Zeit.

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