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sch(m)erzend

Geschwister zu haben, hat ja einige Vorteile. Hört man. Am meisten schätze ich am Umstand, kein Einzelkind zu sein, dass man sich immer alles sagen und an den Kopf werfen kann. Immer. Und überall. Vor allem überall. Gutes und Schlechtes. Vor allem Schlechtes. In jeder Lebens- und Hanglage. Vor allem in Hanglagen. Und trotz blauem Auge. Ist man doch noch immer verwandt.

Fr. Dr: (kopfschüttelnd) Uiui.
Fr. C: Uiui?
Fr. Dr. (bestimmt) Uiui! Sie schauen gar nicht gut aus.
Fr. C: Ja, ich weiß. Und Halsweh hab ich auch.
Fr. Dr: Naja.
Fr. C: Naja?
Fr. Dr: Jetzt können Sie sich's aussuchen.
Fr. C: Ja? Was denn?
Fr. Dr: Virusinfekt oder Seitenstrangangina!
Fr. C: (überlegt, wann genau sie eigentlich schon den Fifty-Fifty-Joker verbraucht hat) Was ist denn besser?
Fr. Dr: Beim Virus können wir nix machen.
Fr. C: (überlegt, ob sie noch einen Freund anrufen darf) Hmhm. Schwierig. Und bei der Seitenstrangangina?
Fr. Dr. (sichtlich erfreut) Da hätt' ich Antibiotika!
Fr. C: (ohne zu überlegen, ob sie sich noch zu einer Publikumsbefragung entschließen soll; weil es bereits leer ist; das Ordinationswartezimmer) Fein! Also dann nehm ich die Angina!
Fr. Dr. (der Fr. C. ein Rezept in die Hand und diese drückend) Gute Entscheidung! Dann gratuliere ich Ihnen zu Ihrer Seitenstrangangina und wünsche alles Gute!
Fr. C. (glücklich) Danke, Fr. Dr., danke sehr!

Zum Weinen. Eigentlich.

Doctor Unheimlich has diagnosed me with
Christerl's Disease
Cause:a blow to the head
Symptoms:mildly watery eyes, humming, pacing
Cure:trepanning
Enter your name, for your own diagnosis:

Wenn es da nichts Verschreibungspflichtiges gäbe.

Edith: Wobei es natürlich 'treEpanning' heißen muss. Aber gerade bei Verschreibungspflichtigem kein Fehler. Natürlich.

Er glaubt, ich sei frustriert. Der G. Da irrt er sich. Der G. Gewaltig. Weil Menschen, die im Besitz einer eigenen Klagemauer sind, nie frustriert sind. Nie.
01010659
Naja. Es geht ein wenig auf die Knie. Das aktive Klagemauern. Frustrierend. Irgendwie.

bild 0321bild 033Womit bewiesen wäre, dass Ansätze betriebswirschaftlichen Denkens auch bei Vierbeinern vorhanden sind.

Er leidet. Mein Fortbewegungsapparat. Und ich mit ihm. Natürlich. Dabei ist gar nicht das Alter das Problem. Dachte ich. Was er, der konsultierte Experte, jedoch mit hämischen Grinsen nicht bestätigen wollte. Weil es eben doch ein Problem war, das Alter. Und ist. Das Alter. Ursächlich dafür verantwortlich, dass plötzlich nichts mehr wie geschmiert läuft. Zumindest nicht alles. Nicht mehr. "Wieviel hab ich noch?", wollte ich wissen. Von ihm, dem Experten meiner Qual Wahl, der sich sein hämisches Grinsen anscheinend ins Gesicht hat operieren lassen. Von einem Kollegen. Bestimmt. "Ein Jahr. Höchstens noch. Ein letztes Jahr." Meinte er. Das war's also. Obwohl ich es ja geahnt, ja, sogar bereits gewusst hatte, dass es mal so kommen würde, trafen mich seine Worte wie in Schlag ins Gesicht. All die vielen Jahre, die meisten schön, manche weniger, schon bald vorüber. Aus den Augen. Aus dem Sinn. Und ab auf den Friedhof. Als hätte er meine, diese Gedanken lesen können, der Experte, fügte er, der mir die Wahrheit gerade noch so schonungs-, ja rücksichtslos ins Gesicht sagen musste, ein zerknirschtes "Ja, ich weiß. Mechaniker können grausam sein." hinzu. bildn 081 Ja, das können sie. Vor allem, weil ihnen augenscheinlich die inneren Werte völlig egal sind. Die ja zweifellos vorhanden sind. Die inneren Werte. Vor allem, wenn er vollgetankt ist. Und ich drin sitze.

Flipflops? Zehenschlapferln? Thongs? Denkste!
nabitte
Das nenne ich mal Ehrlichkeit. Kommt nicht so oft vor. In der Werbung.

thongs

Edith: Merke: Die Google-Bildersuche hat immer recht. Face it.

Knie
zirkus
hab ich eigentlich schon wieder genug.

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